DIY: Decke 2


Letztens erzählte ich, wie ich unsere geniale, wasserdichte Hundedecke nähte.

Erste Praxiseinsätze zeigen:

1. Die Decke ist wunderbar wasserdicht

2. Die Decke ist viel zu groß

Die rote Herbstdecke ist 2x1,50 Meter groß. Das ist toll, um sie sich um die Schultern zu wickeln (beschichtete Seite nach außen) um im Regen trocken und warm zu bleiben.

Auf dem Hundeplatz ist sie so gerade noch einsetzbar, allerdings auch hier schon sehr groß.

Spätestens im Restaurant kann man die Gäste allerdings schwer davon überzeugen, ihre Tische und Stühle beiseite zu rücken, damit ich meine wunderbare Hundedecke dort entfalten kann.

Bei einer normalen Decke wäre das überhaupt kein Problem. Man faltet die Decke und hat nur noch die Hälfte oder ein Viertel des Platzbedarfs.

Hier ist das Problem: Wir haben eine wasserdichte Decke. Mit Zeltboden als Unterseite.

Wenn man die Decke faltet, dann liegt Zeltboden (flutschig) auf Zeltboden (ebenfalls flutschig).

Und zwar mit der gleichen fabulösen Flutschigkeit mit der sich ein Eiskünstler auf dem Eis bewegt.

Nur sind meine Hunde keine Eiskünstler. Meine Hunde finden es phänomenal unheimlich, wenn sich der Boden unter ihnen bewegt. Dandelion zumindest setzt kein Pfötchen mehr auf die Decke, nachdem diese ihm vor ein paar Tagen eine spektakuläre Bruchlandung (mit Anlauf) beschert hat.

Also Deckenprojekt Nummer 2: Die gleiche Decke, nur kleiner. In 90*120 cm um genau zu sein. Das reicht, um sich entspannt auszustrecken, zur Not auch für zwei Hunde.

Diesmal war ich klug und habe Rollenversand gewählt, weswegen der Zeltboden wunderbar glatt bei uns ankam.

Nicht so klug war, dass ich versehentlich die falsche Farbe bestellt habe.

Graumeliertes Fleece. Teufel, das ist ja super-spannend. Grau und Schwarz kombiniert lässt einen ja schon beim Hinschauen einschlafen.

Um wenigstens etwas Spannung in die Optik zu bringen habe ich in meiner Quilt-Kiste gekramt und noch ein paar wunderschöne grau-silberne Baumwollstoffe mit Blümchen gefunden.

Zusammen mit dem grauen Fleece und dem schwarzen Boden wirkt das durchaus hübsch, finde ich.

Als Vorbereitung wird aus den Stoffstücken zuerst ein Binding hergestellt.

Gibt es dafür nen deutschen Begriff? Binding? Gemeint ist die Einfassung um die Decke herum. Ich habe bisher immer nur englische Quilt-Anleitungen gelesen. Bleiben wir mal bei "Einfassung".

Also Bügeln...

Schneiden...

Streifen aneinandernähen

Wieder Bügeln, diesmal mit Schrägbandformer.

Der ist übrignes brandneu, der Schrägbandformer.

Und so ganz überzeugt bin ich noch nicht. Das Formen geht damit schneller, aber nicht unbedingt sauberer als von Hand.

Und fertig ist eine entzückende Blümcheneinfassung.

Übrigens: Wenn man mehr als die wenigen Stoffrestchen hat, die ich noch hatte, empfehle ich einen schrägen Zuschnitt. Das gibt einfach mehr Flexibilität.

Die üblichen Vorbereitungen laufen wie gehabt.

Da die Decke kleiner wird, kann ich diesmal auf dem Tisch arbeiten.

Das ist gut für den Rücken und auch für die Nerven, da die Hunde nicht immer wieder auf die unfertige Decke latschen.

Diesmal denke ich sogar daran, die Webkante zu entfernen.

Für das Zusammenfügen nehme ich wieder löslichen Sprühfixierer. Das erleichtert alle späteren Schritte ungemein.

Kanten begradigen zum Beispiel

Alles zusammenstecken und ab unter die Nähmaschine. Genäht wird wie mit normalem Schrägband.

Fertig.

Ich finde farblich passen die Stoffe gut zusammen und die farbige Einfassung wertet die Decke optisch gut auf.

Und was sagen die Hunde?

Naja, Amy findet: "Wichtiger als die Decke ist das Leckerli das ich dafür bekomme, auf die Decke zu gehen."

#DIY #Nähen

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