Wie soll man das entscheiden?

Als wir planten, Welpen zu bekommen, war immer klar: Wir behalten eine Hündin. Schon ein Jahr vor dem Deckakt stand fest, dass wir einmal eine kleine Daisy haben wollten.

Dann kam Daisy (die in der Ahnentafel Áriën heißt) und sie ist alles, was wir jemals wollten.

Daisy ist hübsch.

Daisy ist wunderbar verspielt

Daisy ist gelehrig und einfach ein Traum von einer Hündin.

Es hätte alles sehr einfach sein können.

Und dann kam der kleine Alasdair, der sich wegen seiner Vorliebe für Löwenzahn nach kurzer Zeit den Rufnamen Dandelion erwarb.

Dandelion war bei der Geburt nicht gesund. Er hatte einen Überbiss, sah verdreht aus und verschluckte sich ständig beim Säugen, weswegen er als Mini-Wuff schon eine ganz passable Atemwegserkrankung hatte, die Antibiotika erforderte.

Also waren wir mit ihm beim Tierarzt. Oft! Ich kann gar nicht sagen, wie viele Stunden ich mit dem kleinen Pelzknäuel im Arm im Wartezimmer saß und um ihn bangte.

Aber Alasdair kämpfte. Er nahm immer weiter zu und je mehr er sich bewegte und Muskulatur entwickelte, desto mehr streckte sich der kleine Körper.

Wir machten Krankengymnastik mit ihm, ließen ihn röntgen, forderten das volle Gentest-Paket für ihn an und obwohl anfangs niemand daran glaubte, kämpfte unser kleiner Kobold sich durch.

Mittlerweile tobt Dandelion mit seinen Geschwistern um die Wette.

Seit er feste Nahrung zu sich nimmt, hatte er nie wieder Schwierigkeiten mit den Atemwegen und das Röntgenbild bescheinigt ihm, dass in seinem kleinen Körper auch alles in Ordnung ist. Auch der Überbiss fällt fast nicht mehr auf.

Der Augenarzt bescheinigte ihm, dass seine etwas kleineren Augen ihn beim Sehen nicht beeinträchtigen und er deswegen keinerlei Probleme haben wird.

Und eigentlich wäre er bald abgabebereit.

Nur, wie gibt man einen Welpen ab, den man so viele Stunden im Arm hatte?

Den Welpen, der mit Abstand der mutigste Erkunder ist, der so verschmust und lieb ist, wie kein anderer seiner Geschwister?

Und doch sagt die Vernunft, dass wir nicht beide behalten können. Damit würden wir keinem der Welpen gerecht werden.

Für beide Welpen gibt es gute Argumente, sowohl emotional als auch rational.

Daisy zu behalten wäre sicher etwas einfacher. Zwischen ihr und ihrer Mama Amy entsteht eine richtig tolle Freundschaft und die beiden spielen mindestens dreimal so oft miteinander wie mit den anderen Welpen. Außerdem wäre eine weitere Hündin weniger schwierig, da Amy ja nicht kastriert ist. Daisy ist lustig, kerngesund und so hübsch, dass man weinen könnte.

Dandelion hingegen könnte man sterilisieren und dann hätten wir kein Problem mit der unkastrierten Hündin. Züchten würden wir ja auch mit Daisy nicht. Dandelion hat den tollsten Charakter, den man sich vorstellen kann. Wir haben die Verpaarung durchgeführt, damit wir genau diesen Welpen-Typus haben. Lieb, verschmust, und kein bisschen ängstlich oder aggressiv. Trotz aller körperlichen Start-Schwierigkeiten betrachten wir Dandelion als vollen Zucht-Erfolg. Sicherlich wäre es auch etwas einfacher eine enge Bindung mit Dandelion einzugehen, da er weniger auf unsere Amy fixiert ist als Daisy. (Die Gefahr eines Zweithund-Syndroms wäre deutlich geringer).

Und jetzt?

Ich sehe mich völlig außerstande, eine Entscheidung zu treffen. Alle 10 Minuten entscheide ich mich um. Egal wer auszieht, er wird eine riesige Lücke hinterlassen.

Also möchten wir Familien für beide Welpen kennenlernen. Und wir vermitteln den Welpen, für den wir die beste neue Familie finden werden.


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